MAKS - neues Therapiekonzept bei Demenz eingeführt

In Deutschland leiden über 1,5 Millionen Menschen an Demenz, deren bekannteste Form die Alzheimer-Erkrankung darstellt. Zwar ist die Krankheit nicht heilbar, doch bieten moderne Pflege- und Therapiekonzepte vielversprechende Chancen. INFORMIEREN SIE SICH BEI UNS.

Viele Pflege-Einrichtungen sehen sich seit Jahren einer zunehmenden Anzahl an Bewohnern mit eingeschränkter Orientierung im Alltag gegenüber. Im Seniorendomizil Guttknechtshof in Stein, reagieren wir daher mit ausgewiesenen Therapie- und Vorbeuge-Konzepten auf die Besonderheiten der Betroffenen. Unser Einrichtungsleiter Norman Wisura erklärt: „Die Demenz ist eine der größten medizinischen Herausforderungen unserer Zeit.

Vollständig heilbar ist die Krankheit bisher noch nicht. Aber es gibt vielversprechende Ansätze in der Forschung, die Risikofaktoren für eine Erkrankung zu identifizieren. Zudem wird vermutet, dass man mit Stärkung der Hirnaktivität auch das Risiko einer Alzheimer-Erkrankung reduzieren kann. Darauf bauen wir mit unseren Pflege- und Betreuungsmaßnahmen auf.“ So gelten etwa Denksport, Lesen und Basteln oder auch Kreuzworträtsel und Sudoku als vorbeugende Maßnahmen. Wir wirken besonders auch mittels ganzheitlicher Therapiekonzepte auf  bestehende Demenzerkrankungen ein. Es ist unter anderem bekannt, dass musiktherapeutische Maßnahmen, also Tanzen, Singen und gemeinsames Musizieren das Gehirn vor einer Verschlimmerung der Demenz schützen können. Neben dem Spaß am Musizieren haben unsere Konzepte also auch noch vorbeugenden Charakter.

Die gerontopsychiatrisch ausgebildeten Pflege-Experten in unserer Steiner Einrichtung verfügen hier als eine der wenigen in Bayern über besondere Qualifikationen im Bereich der Musiktherapie.

Ein weiterer integraler Bestandteil unseres Therapiekonzepts bei Demenz-Erkrankten ist die MAKS-Therapie. MAKS steht als Abkürzung für "Motorische, Alltagspraktische, Kognitive und Spirituelle Aktivierung". Die MAKS-Therapie ist eine multimodale, Ressourcen erhaltende, somit nicht-medikamentöse Therapie für Menschen mit Demenz. Wir lassen uns hier im Wesentlichen von den neuesten Erkenntnissen des  Universitätsklinikums Erlangen leiten, das auf diesem Gebiet führend sind. Regelmäßig bietet das Seniorendomizil Guttknechtshof Informationsveranstaltungen zum Thema Demenz an wie unlängst einen Fachvortrag der Psychologin und Gerontologin Kristina Diehl.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht weltweit von 47,5 Millionen demenzkranken Menschen aus. In den nächsten 30 Jahren – so die Schätzung der Experten – wird sich die Anzahl der Betroffenen verdreifachen, sofern keine Therapie dagegen entwickelt werden kann. "Umso wichtiger ist es, dass wir uns der Herausforderung Demenz frühzeitig und angemessen stellen", so Einrichtungsleiter Norman Wisura. "Für die Zukunft fühlen wir uns gut gerüstet. Unsere Demenz-Pflegeangebote werden wir weiter ausbauen und die Therapiekonzepte künftig noch konsequenter anwenden.“